22.05.2021, 18:57
Kurzbericht der 9. Videokonferenz der AG Architekturfotografie
Thema: Äußere Bedingungen und Einflüsse in der Architekturfotografie
Als Vorthema hat Helmut über seine Erfahrungen mit der Beseitigung von stürzenden Linien referiert. Am Beispiel von vier Bildpaaren wurde auf die Möglichkeit der kamerainternen Bearbeitung von stürzenden Linien bei neueren Olympuskameras näher eingegangen. Beim Fachwerkhausbeispiel aus Duderstadt wurde eine positive Bildverbesserung festgestellt. Bei anderen Beispiele (Gebäude auf dem Nordcampus oder Ruine) setzte sich die positive Einschätzung nicht durch. Hier wirkten die Bildkorrekturen weitgehend unnatürlich. Die von Helmut vorgestellte Technik liefert ein schnelles akzeptables Ergebnis, für höhere Ansprüche reicht es oft aber nicht aus.
In der Bildbesprechung wurden Bilder zum Thema Schatten und Reflexionen vorgestellt und diskutiert. Es handelte sich um Bilder von modernen Gebäuden mit Glasfassaden, von Spiegelungen, Mauern und nicht vollständig zu klärende Perspektiven. Die Fotografinnen und Fotografen haben sich dem Thema auf eine interessante Weise genähert, die wieder viele Anregungen zur Eigenbeschäftigung mit diesem Thema beinhaltete.
Im Anschluss daran wurde in einem Referat auf veränderliche und situationabhängige Gegebenheiten der Architekturfotografie Bezug genommen. Zu ihnen gehören Einflüsse wie Wetter, Tageszeit und Jahreszeit, die großen Einfluss auf die Qualität der Architekturfotos nehmen.
- Schatten und Reflexionen: Schatten werden in Schlag- und Eigenschatten unterteilt. Abschattungen eines Gebäudes aufgrund eines spezifischen Sonnenstandes führen z.B zu einem Schattenbild auf einer Fassade und haben durchaus positive Wirkung. Größere Abschattungen nicht selten durch einen diagonalen Schattenwurf können dagegen die Wirkung eines Architekturbildes deutlich beeinträchtigen. Reflexionen heben die Materialität einer Fassade hervor, können ein Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite zeigen oder aber eine Architekturabbildung vollständig verändern.
- Das Wetter: Besondere Lichtsituationen verstärken den vorhandenen Eindruck eines Gebäudes und sind für Architekturaufnahmen von Bedeutung. Ein Architekturbild wirkt abstrakter, wenn besondere Wetterstimmungen zu bestimmten Bildstimmungen führen. Regen, Nebel und Schnee führt zu spannungsvollen Architekturdarstellungen.
- Die Tageszeit: Eine gut geeignete Zeit (u.a.) zur Gebäudefotografie ist die blaue Stunden. Der Himmel wird noch unmittelbar beleuchtet und das künstliche Licht tritt allmählich zurück. Es zeigt sich ein farblich intensiver Himmel mit diffusen indirektem Licht.
- Die Jahreszeit: Im Verlauf des Jahres verändert sich der Sonnenverlauf: Im Winter sehen wir eine tiefstehende Sonne und es entstehen häufig Gegenlichtsituationen, sie erschweren nicht selten eine ausgewogene Belichtung. Die Sommersonne steht dagegen viel höher, ist länger am Himmel und verursacht kurze Schatten. Die Architektur wird in den Sommermonaten exakter und gegenüber den Wintermonaten weniger distanziert wahrgenommen.
Die von den Fotografinnen und Fotografen vorgestellten Bilder sollten zur besseren Einordnung mit den kamerainternen Exif Daten verknüpft werden. Wichtige Angaben sind: Kameramodell, Datum/Uhrzeit, Belichtungszeit, Blende, ISO-Wert, Belichtungsprogramm, Messmethode, Belichtungswert (+/-), Brennweite und das Kameraobjektiv.
Unsere nächste Videokonferenz findet am Freitag, 04.06.2021 um 19.00 Uhr im Clubraum Thiehaus statt.
Thema: Zweites Exkursionsziel - Nordcampus der Universität Göttingen
Bildbesprechung zur Themenstellung "Perspektiven auf dem Nordcampus"
Viele Grüße
Christian
Thema: Äußere Bedingungen und Einflüsse in der Architekturfotografie
Als Vorthema hat Helmut über seine Erfahrungen mit der Beseitigung von stürzenden Linien referiert. Am Beispiel von vier Bildpaaren wurde auf die Möglichkeit der kamerainternen Bearbeitung von stürzenden Linien bei neueren Olympuskameras näher eingegangen. Beim Fachwerkhausbeispiel aus Duderstadt wurde eine positive Bildverbesserung festgestellt. Bei anderen Beispiele (Gebäude auf dem Nordcampus oder Ruine) setzte sich die positive Einschätzung nicht durch. Hier wirkten die Bildkorrekturen weitgehend unnatürlich. Die von Helmut vorgestellte Technik liefert ein schnelles akzeptables Ergebnis, für höhere Ansprüche reicht es oft aber nicht aus.
In der Bildbesprechung wurden Bilder zum Thema Schatten und Reflexionen vorgestellt und diskutiert. Es handelte sich um Bilder von modernen Gebäuden mit Glasfassaden, von Spiegelungen, Mauern und nicht vollständig zu klärende Perspektiven. Die Fotografinnen und Fotografen haben sich dem Thema auf eine interessante Weise genähert, die wieder viele Anregungen zur Eigenbeschäftigung mit diesem Thema beinhaltete.
Im Anschluss daran wurde in einem Referat auf veränderliche und situationabhängige Gegebenheiten der Architekturfotografie Bezug genommen. Zu ihnen gehören Einflüsse wie Wetter, Tageszeit und Jahreszeit, die großen Einfluss auf die Qualität der Architekturfotos nehmen.
- Schatten und Reflexionen: Schatten werden in Schlag- und Eigenschatten unterteilt. Abschattungen eines Gebäudes aufgrund eines spezifischen Sonnenstandes führen z.B zu einem Schattenbild auf einer Fassade und haben durchaus positive Wirkung. Größere Abschattungen nicht selten durch einen diagonalen Schattenwurf können dagegen die Wirkung eines Architekturbildes deutlich beeinträchtigen. Reflexionen heben die Materialität einer Fassade hervor, können ein Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite zeigen oder aber eine Architekturabbildung vollständig verändern.
- Das Wetter: Besondere Lichtsituationen verstärken den vorhandenen Eindruck eines Gebäudes und sind für Architekturaufnahmen von Bedeutung. Ein Architekturbild wirkt abstrakter, wenn besondere Wetterstimmungen zu bestimmten Bildstimmungen führen. Regen, Nebel und Schnee führt zu spannungsvollen Architekturdarstellungen.
- Die Tageszeit: Eine gut geeignete Zeit (u.a.) zur Gebäudefotografie ist die blaue Stunden. Der Himmel wird noch unmittelbar beleuchtet und das künstliche Licht tritt allmählich zurück. Es zeigt sich ein farblich intensiver Himmel mit diffusen indirektem Licht.
- Die Jahreszeit: Im Verlauf des Jahres verändert sich der Sonnenverlauf: Im Winter sehen wir eine tiefstehende Sonne und es entstehen häufig Gegenlichtsituationen, sie erschweren nicht selten eine ausgewogene Belichtung. Die Sommersonne steht dagegen viel höher, ist länger am Himmel und verursacht kurze Schatten. Die Architektur wird in den Sommermonaten exakter und gegenüber den Wintermonaten weniger distanziert wahrgenommen.
Die von den Fotografinnen und Fotografen vorgestellten Bilder sollten zur besseren Einordnung mit den kamerainternen Exif Daten verknüpft werden. Wichtige Angaben sind: Kameramodell, Datum/Uhrzeit, Belichtungszeit, Blende, ISO-Wert, Belichtungsprogramm, Messmethode, Belichtungswert (+/-), Brennweite und das Kameraobjektiv.
Unsere nächste Videokonferenz findet am Freitag, 04.06.2021 um 19.00 Uhr im Clubraum Thiehaus statt.
Thema: Zweites Exkursionsziel - Nordcampus der Universität Göttingen
Bildbesprechung zur Themenstellung "Perspektiven auf dem Nordcampus"
Viele Grüße
Christian

