26.08.2024, 17:04
Kurzbericht von der 67. Videokonferenz der AG Architekturfotografie am 23.08.2024
Thema: Historische Gebäudefotografie, Teil 1: Fachwerk-Architektur
Im ersten Teil des Abends wurde in die Fachwerk-Architektur eingeführt und auf den langen Zeitraum der Entwicklung zwischen Spätmittelalter und dem 20. Jahrhunder hingewiesen.
Die Fachwerkarchitektur hat nicht nur geografische Besonderheiten, sondern bildet auch unterschiedliche Baustile ab.
Im Mittelpunkt des Abends standen die Fachwerkgebäude aus Südniedersachsen. Der Begriff "Fachwerk" beschreibt im Grunde nicht einen bestimmten Baustil, sondern eine Konstruktionsweise. Bei den historischen Fachwerkhäusern handelt es sich um ein Holz-Skelett. Die senkrechten und waagerechten Balken umschließen das sogenannte "Gefache". Damit werden Baumaterialien wie zum Beispiel Lehmfachwerk oder Backsteinausfachungen bezeichnet.
Drei unterschiedliche Bautypen von Fachwerkhäusern lassen sich unterscheiden:
- Ständerbauten (13. Jahrhundert),
- Stockwerkbauten (14. Jahrhundert) und
- Mischbauweisen (15.-17. Jahrhundert).
Zur Erläuterung wurden drei Beispielbilder aus Hann.-Münden und Northeim vorgestellt.
Die Architekturfotografie von Fachwerkhäusern erfordert Zeit und einen geschulten Blick für besondere Perspektiven und Detailmotive. Besondere Eingänge, Fassadenecken, Pfostenverbindungen und die Gefache lassen sich gut ind Bild setzen und verfügen nicht selten über eine besondere Farbigkeit.
Im zweiten Teil des Abends wurden in einer Bildbesprechung Aufnahmen von Fachwerkhäusern aus Deutschland und Frankreich vorgestellt, diskutiert und auf ihr Veränderungspotential hin überprüft. Einige Bilder zeigten die Einpassung von Fachwerkhäuser in ihr näheres Umfeld. Andere dagegen wollten besonders den unterschiedlichen Baustil von Fachwerkhäusern zeigen. Aber auch Bilder mit interessanten Details, wie zum Beispiel Pfosten, Eingänge oder Balkenkonstruktionen wurden besprochen.
Fachwerkarchitektur ist in vielen Städten in Niedersachsen zu finden und bietet durchaus interessante fotografische Anregungungen und Herausforderungen. Die engen Gassen in einzelnen Städten und die fehlende Panoramafreiheit machen die Aufnahmen und eine gute Bildgestaltung nicht ganz einfach. Durch die Anregungen von anderen Fotografinnen und Fotografen wurde auf bisher noch nicht ausprobierte Perspektiven oder Motivideen hingewiesen, die das eigene fotografische Interesse durchaus bereichern können.
Im dritten Teil des Abends wurde noch kurz auf die 68. Videokonferenz am 20.09.2024 hingewiesen. Diesmal werden wir uns mit den zweiten Teil der historischen Gebäudefotografie "Sakrale Gebäude" befassen.
Eine Einladung zur Videokonferenz wird rechzeitig verschickt.
Viele Grüße
Christian
Thema: Historische Gebäudefotografie, Teil 1: Fachwerk-Architektur
Im ersten Teil des Abends wurde in die Fachwerk-Architektur eingeführt und auf den langen Zeitraum der Entwicklung zwischen Spätmittelalter und dem 20. Jahrhunder hingewiesen.
Die Fachwerkarchitektur hat nicht nur geografische Besonderheiten, sondern bildet auch unterschiedliche Baustile ab.
Im Mittelpunkt des Abends standen die Fachwerkgebäude aus Südniedersachsen. Der Begriff "Fachwerk" beschreibt im Grunde nicht einen bestimmten Baustil, sondern eine Konstruktionsweise. Bei den historischen Fachwerkhäusern handelt es sich um ein Holz-Skelett. Die senkrechten und waagerechten Balken umschließen das sogenannte "Gefache". Damit werden Baumaterialien wie zum Beispiel Lehmfachwerk oder Backsteinausfachungen bezeichnet.
Drei unterschiedliche Bautypen von Fachwerkhäusern lassen sich unterscheiden:
- Ständerbauten (13. Jahrhundert),
- Stockwerkbauten (14. Jahrhundert) und
- Mischbauweisen (15.-17. Jahrhundert).
Zur Erläuterung wurden drei Beispielbilder aus Hann.-Münden und Northeim vorgestellt.
Die Architekturfotografie von Fachwerkhäusern erfordert Zeit und einen geschulten Blick für besondere Perspektiven und Detailmotive. Besondere Eingänge, Fassadenecken, Pfostenverbindungen und die Gefache lassen sich gut ind Bild setzen und verfügen nicht selten über eine besondere Farbigkeit.
Im zweiten Teil des Abends wurden in einer Bildbesprechung Aufnahmen von Fachwerkhäusern aus Deutschland und Frankreich vorgestellt, diskutiert und auf ihr Veränderungspotential hin überprüft. Einige Bilder zeigten die Einpassung von Fachwerkhäuser in ihr näheres Umfeld. Andere dagegen wollten besonders den unterschiedlichen Baustil von Fachwerkhäusern zeigen. Aber auch Bilder mit interessanten Details, wie zum Beispiel Pfosten, Eingänge oder Balkenkonstruktionen wurden besprochen.
Fachwerkarchitektur ist in vielen Städten in Niedersachsen zu finden und bietet durchaus interessante fotografische Anregungungen und Herausforderungen. Die engen Gassen in einzelnen Städten und die fehlende Panoramafreiheit machen die Aufnahmen und eine gute Bildgestaltung nicht ganz einfach. Durch die Anregungen von anderen Fotografinnen und Fotografen wurde auf bisher noch nicht ausprobierte Perspektiven oder Motivideen hingewiesen, die das eigene fotografische Interesse durchaus bereichern können.
Im dritten Teil des Abends wurde noch kurz auf die 68. Videokonferenz am 20.09.2024 hingewiesen. Diesmal werden wir uns mit den zweiten Teil der historischen Gebäudefotografie "Sakrale Gebäude" befassen.
Eine Einladung zur Videokonferenz wird rechzeitig verschickt.
Viele Grüße
Christian

