18.11.2024, 13:41
Kurzbericht von der 72. Videokonferenz der AG Architekturfotografie am 15.11.2024
Thema: Perspektivprobleme in der Architekturfotografie
Im ersten Teil des Abends wurde in das Thema "Perspektivprobleme" eingeführt.
Grundfrage: Sollen die Senkrechten in einem Gebäude parallel oder perspektifisch verlaufen?
Beim Fotografieren von Gebäuden sind wir auch mit unseren Sehgewohnheiten konfrontiert. Was gefällt uns an einem Gebäude oder wie nehmen wir es wahr?
Wir gehen nicht selten in folgenden Schritten vor:
- Gebäude ansehen,
- Vergleich mit bereits gesehenen Häusern,
- Vorerfahrungen und Interessen werden in Abstimmung gebracht und
- es entwickelt sich ein Urteil nach gelungen oder misslungen.
Kriterien der Architekturfotografie:
Konzeptionelle Architekturidee - Gebäudeansicht - Fotografie - persönliche Sichtweise
Perspektiven vermitteln folgende Gegebenheiten:
Sichtweise - Standpunkt - Blickwinkel - zeitliche Zukunftsaussicht - dreidimensionale Umsetzung von zweidimensionalen Gegebenheiten
Am Beispiel des Bahnhofs Liége-Guillemins in Belgien wurden Perspektivpronleme und Lösungsansätze veranschaulicht.
Psychologische Effekte: Wo liegen meine Interessen und welche Vorlieben habe ich in der Wahrnehmung.
Architekturfotografische Dimension: Ein Bild von einem Gebäude sollte mit der Realität übereinstimmen.
Wir benötigen dazu Hilfsmittel, um Gebäudeeindruck und persönliche Erwartungshaltung einander anzunähern.
Hilfsmittel können neben anderem zum Beispiel Objektive, Stative und die Bildbearbeitungsprogramme sein.
Beim Bahnhof in Lüttich zeigt sich, dass interessante Gebäude mit einer ausfallenen Farbgestaltung nicht unbedingt Hilfestellungen zum exakten Ausrichten eines Gebäudes vermitteln.
Indirekte Eingriffe, wie zum Beispiel Gebäude im näheren Umfeld können zur perspektifischen Korrektur herangezogen werden.
Beim Aufnahmeprozess sollen 1 bis 2 Linien an einem Gebäude gerade verlaufen, dass macht die spätere Bildbearbeitung deutlich einfacher.
Im zweiten Teil des Abends wurde eine Bildbesprechung zu Perspektivproblemen durchgeführt.
Verschiedene Fotografinnen und Fotografen stellten ihre Bilder zu diesem Thema vor. Es zeigte sich, dass nicht jedes Architekturbild randparallele Linien haben muss. Es ist durchaus möglich, ausgehend von einem Gebäude nach oben zu fotografieren und die stürzende Linien zur Bilddynamik zu verwenden.
Andere Bilder benötigen einen genau überlegten Standort, um zu einer gelungenen Aufnahme werden zu können.
In vielen Fällen wird die Dreipunktperspektive mit klaren Führungslinien einer Zentralperspektive vorgezogen.
Aber es ist auch möglich, ganz kreative Perspektiven (z.B. diagonal) anzuwenden. In jedem Fall ist immer die Frage zu beantworten: Wie habe ich das Gebäude gesehen und wie will ich es einem Betrachter zeigen?
Im dritten Teil des Abends wurde noch auf die nächste Videokonferenz am 29.11.2024 hingewiesen. Diesmal wird das Thema "Licht und Schatten" sein.
Die geplante Exkursion nach Hildesheim wird aus das Frühjahr 2025 verschoben.
Viele Grüße
Christian
Thema: Perspektivprobleme in der Architekturfotografie
Im ersten Teil des Abends wurde in das Thema "Perspektivprobleme" eingeführt.
Grundfrage: Sollen die Senkrechten in einem Gebäude parallel oder perspektifisch verlaufen?
Beim Fotografieren von Gebäuden sind wir auch mit unseren Sehgewohnheiten konfrontiert. Was gefällt uns an einem Gebäude oder wie nehmen wir es wahr?
Wir gehen nicht selten in folgenden Schritten vor:
- Gebäude ansehen,
- Vergleich mit bereits gesehenen Häusern,
- Vorerfahrungen und Interessen werden in Abstimmung gebracht und
- es entwickelt sich ein Urteil nach gelungen oder misslungen.
Kriterien der Architekturfotografie:
Konzeptionelle Architekturidee - Gebäudeansicht - Fotografie - persönliche Sichtweise
Perspektiven vermitteln folgende Gegebenheiten:
Sichtweise - Standpunkt - Blickwinkel - zeitliche Zukunftsaussicht - dreidimensionale Umsetzung von zweidimensionalen Gegebenheiten
Am Beispiel des Bahnhofs Liége-Guillemins in Belgien wurden Perspektivpronleme und Lösungsansätze veranschaulicht.
Psychologische Effekte: Wo liegen meine Interessen und welche Vorlieben habe ich in der Wahrnehmung.
Architekturfotografische Dimension: Ein Bild von einem Gebäude sollte mit der Realität übereinstimmen.
Wir benötigen dazu Hilfsmittel, um Gebäudeeindruck und persönliche Erwartungshaltung einander anzunähern.
Hilfsmittel können neben anderem zum Beispiel Objektive, Stative und die Bildbearbeitungsprogramme sein.
Beim Bahnhof in Lüttich zeigt sich, dass interessante Gebäude mit einer ausfallenen Farbgestaltung nicht unbedingt Hilfestellungen zum exakten Ausrichten eines Gebäudes vermitteln.
Indirekte Eingriffe, wie zum Beispiel Gebäude im näheren Umfeld können zur perspektifischen Korrektur herangezogen werden.
Beim Aufnahmeprozess sollen 1 bis 2 Linien an einem Gebäude gerade verlaufen, dass macht die spätere Bildbearbeitung deutlich einfacher.
Im zweiten Teil des Abends wurde eine Bildbesprechung zu Perspektivproblemen durchgeführt.
Verschiedene Fotografinnen und Fotografen stellten ihre Bilder zu diesem Thema vor. Es zeigte sich, dass nicht jedes Architekturbild randparallele Linien haben muss. Es ist durchaus möglich, ausgehend von einem Gebäude nach oben zu fotografieren und die stürzende Linien zur Bilddynamik zu verwenden.
Andere Bilder benötigen einen genau überlegten Standort, um zu einer gelungenen Aufnahme werden zu können.
In vielen Fällen wird die Dreipunktperspektive mit klaren Führungslinien einer Zentralperspektive vorgezogen.
Aber es ist auch möglich, ganz kreative Perspektiven (z.B. diagonal) anzuwenden. In jedem Fall ist immer die Frage zu beantworten: Wie habe ich das Gebäude gesehen und wie will ich es einem Betrachter zeigen?
Im dritten Teil des Abends wurde noch auf die nächste Videokonferenz am 29.11.2024 hingewiesen. Diesmal wird das Thema "Licht und Schatten" sein.
Die geplante Exkursion nach Hildesheim wird aus das Frühjahr 2025 verschoben.
Viele Grüße
Christian

